Lernen auf Reisen – und das ein Leben lang

Pfarrer Hermann Kuntz, über Jahrzehnte Reiseleiter, Gruppenverantwortlicher und Mitglied im Trägerverein von Biblische Reisen, feierte in diesem Jahr seinen 85. Geburtstag. Aus diesem Anlass versammelten sich nicht nur Familie und Freunde, sondern auch seine “Reisegemeinde”. Sein Sohn, Andreas F. Kuntz, berichtet:

Festlichkeit zum 85. Geburtstag von Hermann Kuntz

Hermann Kuntz

Einer der Gäste benannte als eine der Grundlinien des Engagements von Hermann Kuntz “die herausfordernde Konfrontation mit dem Evangelium” und das Lernen auf Reisen am Beispiel Türkei und Ukraine: “Begegnung und Verständigung, das war die Motivation, den landeskirchlich angestoßenen Prozess zur Verständigung und Versöhnung mit den Völkern der Sowjetunion mit hohem Engagement aufzugreifen und voranzutreiben bis hin zur heutigen Aktion ‘Hoffnung für Osteuropa’.”

Eine langjährige Religionslehrerin erinnerte an die Lehrertagungen mit der englischen Partnerkirche United Reform Church und Reisen in die Länder der Bibel: “Du knüpftest Kontakte mit Juden und Palästinensern – davon profitierten auch wir. … Feindbilder überwinden, das war dein Ziel. … Wir konnten durch dich eine vorbildliche Friedensarbeit genießen.” Weiterlesen

Reisebericht: Studienreise ins Heilige Land (31.08. – 09.09.2014)

Eine Gruppe aus Würzburg war 10 Tage im Heiligen Land unterwegs. Drei Teilnehmerinnen haben uns einen Reisebericht und Bilder der Reise nach Israel und Palästina übermittelt. Lassen Sie sich mit auf die Reise nehmen:

1. Tag: Ankunft in Israel

Abfahrt in Würzburg bei strömendem Regen und 12 Grad. Ankunft in Tel Aviv bei Sonnenschein und 32 Grad. Fahrt zum Kibbutz Nof Ginnosar am See Genezareth. Große, komfortable Zimmer bezogen und köstliches Abendessen genossen. Erster nächtlicher Versuch, über den See zu laufen – platsch!

2. Tag: Im See und am See und um den See herum (Genezareth)

Erstes Bad im See bei Sonnenaufgang. Berg der Seligpreisungen – alle Teilnehmer glückselig; kurze Wanderung nach Tabgha, 5 Brote und zwei Fische – WUNDERbarer Ort; Kafarnaum und Kursi – heilsbringende Stätten früher und heute; Kibbutz En Gev – Petersfisch frisch und lecker; „Jetzt fahr’n wir über’n See …“ – feuchtfröhliches Wellenreiten

Sonnenaufgang am See Gennesaret

Sonnenaufgang am See Gennesaret

Petrusfisch - frisch gebraten

Petrusfisch – frisch gebraten

3. Tag: Pilgern zum Mittelmeer

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Ägypten in Höxter

Bischof Damian vor der Bilderwand der Klosterkirche

Bischof Damian vor der Bilderwand der Klosterkirche

Der letzte “Stammtisch” von Biblische Reisen fand am 07.09.2014 in Höxter-Brenkhausen statt. Dort waren die Gruppenverantwortlichen der Region für einen Nachmittag zu Gast in einem kleinen Stück Ägypten. Denn dort residiert im ehemaligen Zisterzienserinnenkloster seit 1993 der koptisch-orthodoxe Bischof Damian, der die ca. 10.000 ägyptischen Christen in Deutschland betreut.

Mit großer Herzlichkeit wurde die Gruppe empfangen.
Bischof Damian erzählte eindrucksvoll nicht nur über seine eigene Geschichte (er hat in den 1980er Jahren, bevor er Mönch wurde, als Mediziner in Stuttgart gearbeitet), sondern auch über die gegenwärtige Lage, insbesondere der Christen, in seinem Heimatland.

Zusammen mit dem Reiseberater der Region, Hr. Adrian Koczy, ermutigte er zu Reisen an den Nil und bat eindringlich darum, die christlichen Stätten dabei nicht zu vergessen. Weiterlesen

Eine Kirche in Sharm el-Sheikh

Die Sinai-Halbinsel – das sind für die einen die Hotels, Strände und Tauchreviere von Sharm el-Sheikh, für den anderen die Wüste und Berge im zentralen Gebirgsmassiv, wo am Fuß des Moseberges auch das berühmte Katharinenkloster liegt. Die von griechisch-orthodoxen Mönchen betreute Klosterkirche mit ihren Mosaiken und Ikonen aus frühchristlicher Zeit gehört seit langem auch zum Ausflugsprogramm der Touristen.

Seit einigen Jahren gibt es aber auch eine gewaltige Kirche mitten in Sharm el-Sheikh. Sie wird inzwischen von Touristen besucht, ist aber eigentlich errichtet für die zahlreichen koptischen, d.h. einheimischen Christen, die hier leben und arbeiten.

Kirche Scharm el-Scheikh

Kirche Scharm el-Scheikh

Kirchenfenster Scharm el-Scheikh

Kirchenfenster Scharm el-Scheikh

 

 

 

 

 

 

 

 

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Christen im Nahen Osten

So traurig es ist: Erst die teilweise dramatischen Entwicklungen im Nahen Osten, z.B. in Ägypten, in Syrien und im Irak, haben dazu geführt, dass viele Menschen erstmals wahrnehmen, dass es in der Region christliche Minderheiten gibt, deren Geschichte bis auf die Anfänge des Christentums zurückgeht.

Buchtitel: Das Kreuz unter dem Halbmond

Buchtitel: Das Kreuz unter dem Halbmond

Doch wer Näheres darüber wissen will, findet oft wenig hilfreiche Literatur. Nun ist ein Sammelband erschienen, in dem aktuelle Darstellungen der Situation in einzelnen Ländern zusammengestellt sind. Sie gehen zurück auf Vorträge von ausgewiesenen Fachleuten beim 1. Kieler Kirchengeschichtlichen Kolloquium im Dezember 2013.

Ich selbst war eingeladen darzustellen, wie Reisende aus dem Westen die orientalischen Christen wahrnehmen – und dabei den Bogen zu schlagen von den Pilgern der ersten Jahrhunderte bis zur modernen Studienreise. Dabei stellte sich heraus, dass schon immer die meisten Reisenden mehr Interesse an „heiligen Steinen“ hatten als an den „lebendigen Steinen“ der christlichen Gemeinden vor Ort – und dass in den „Pilgerberichten“ nicht selten die an die Stelle konfessioneller Verurteilungen früherer Jahrhunderte ironische Überheblichkeit und Unkenntnis getreten sind.

Das Buch von Andreas Müller (Hg.) “Das Kreuz unter dem Halbmond” (ISBN 978-3-643-12753-2) kann über jede Buchhandlung bezogen werden.

“Entdeckungen für Leib und Seele in Masuren und Danzig”

Die Teilnehmerin Diakonisse Rosemarie Römhild hat uns ihre Eindrücke zu dieser Kreuzfahrt übermittelt:

“Entdeckungen für Leib und Seele in Masuren und Danzig – so lautete die Ausschreibung von der Reise in einem Katalog von Biblische Reisen.

Gedenkstätte vor dem Gefängnismuseum Pawiak

Gefängnismuseum Pawiak

 

Die Reise war vom 05. – 11. Mai 2014 von Warschau bis Danzig. Dabei ging es nicht nur darum, die wunderschöne Landschaft zu erleben, sondern auch um die Auseinandersetzung mit den menschenverachtenden Greueltaten des Nationalsozialismus in Polen und Ostpreußen.

 

 

Masurische Seenlandschaft

Masurische Seenlandschaft

Die Seenlandschaft in Masuren ist wunderschön, die großen und kleinen Seen in denen sich die Uferlandschaft und der Himmel spiegeln. Während das Schiff leise dahingleitet, sind ganz unterschiedliche Vogelstimmen zu hören. Auf den Feldern, die teilweise gelb vom Raps sind, spazieren Störche dahin, die auch auf ihren Nestern zu sehen sind. Die masurische Seen-Platte ist dünn besiedelt und die meisten Orte liegen am Ufer. Die Urwälder im Innern von Masuren reichen manchmal bis an das Ufer heran. Weiterlesen

“Mit unendlicher Mühe …”

Titelbild-Mit-unendlicher-MueheWas ist Pilgern?

Wann begann es?

Und was erlebten die Pilger auf ihren Reisen?

Mit den Motiven und Zielen, mit dem Alltag und den Erlebnissen der frühen Pilger beschäftigt sich unser theologischer Leiter und Geschäftsführer, Herr Dr. Georg Röwekamp, in seinem ausführlichen Artikel “Mit unendlicher Mühe …” (pdf 1,6 MB), der in der aktuellen Ausgabe der “Welt und Umwelt der Bibel” erschienen ist.

Durchs wilde Kurdistan

Kathedrale von Erbil

Kathedrale von Erbil

Gibt es eigentlich Länder im Nahen Osten, die man inzwischen wieder bereisen kann – wenn andere derzeit für Touristen nicht zugänglich sind (z.B. Syrien)? Diese Frage stand im Hintergrund, als ich mich über Pfingsten für ein paar Tage nach Kurdistan aufmachte. Offiziell handelt es sich dabei um eine “autonome Region” des Irak; praktisch erscheint das Land wie ein selbständiger Staat.

 

 

Zitadelle von Erbil

Zitadelle von Erbil

Das merkt der Besucher bereits am Grenzübergang Habur, der von der Türkei aus eine problemlose Einreise ermöglicht. Das Visum für 15 Tage wird von der Region ausgestellt – und bald sieht man nur noch kurdische Fahnen. Gute Straßen führen nach Dohuk, der größten Stadt im Norden des Landes. Und auch die Sehenswürdigkeiten sind zahlreich im “wilden Kurdistan”: Weiterlesen

Israel im Sommer – Eindrücke von Unterwegs

Eine Reise nach Israel Ende Juni – ob das angesichts von sommerlichen Temperaturprognosen von über 30 Grad wohl ein Vergnügen sein kann?

Bei einer Führung zur Bauhausarchitektur in Tel Aviv erfahren wir unter anderem, welche architektonischen Elemente dem Klima angepasst wurden: Schattenspendende Simse über den Fenstern, Luftschlitze an den Balkonen, schmale Fensterbänder und eine Ausrichtung der Gebäude in Ost-West-Richtung, die den Wind vom Meer her zur Kühlung nutzt. Auch wir suchen während des Spaziergangs gerne schattige Ecken auf und freuen uns über jeden Luftzug, der Abkühlung verschafft.

Tel Aviv - Ditzengoff Platz

Tel Aviv – Ditzengoff Platz

Tel Aviv - Hotel Cinema

Tel Aviv – Hotel Cinema

 

 

 

 

 

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