500-jähriges Reformationsjubiläum

Am 31. Oktober 2017 ist es nun soweit:

Die Veröffentlichung der 95 Thesen, die Martin Luther – der Überlieferung nach – an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg schlug, jährt sich zum 500. Mal.

Aber nicht nur das:

Der 31. Oktober 2017 ist gleichzeitig auch der Einsendeschluss für das Gewinnspiel, das die Deutsche Bibelgesellschaft anlässlich des Reformations-Jubiläums initiiert hat.

„Die Bibel. Das Buch. Mein Buch. Mein …?“

Vervollständigen Sie dieses Motto und nehmen Sie damit automatisch am Gewinnspiel teil, bei dem Sie auch eine tolle Kreuzfahrt von und mit uns gewinnen können!

Wir freuen uns – gemeinsam mit der Deutschen Bibelgesellschaft – auf Ihre Teilnahme!

„Die Wahrheit wird gelebt und nicht doziert“

Dieses berühmte Zitat aus Hermann Hesses „Glasperlenspiel“ ist charakteristisch für den Schriftsteller, der Zeit seines Lebens auf der Suche nach der eigenen, der wirklichen Identität war.

In seinen zahlreichen Werken setzt er sich mit Fragen der Politik gleichermaßen auseinander wie mit Fragen der Religion. Dabei bedient er sich in seinen Büchern immer wieder „weiser Menschen“, mit denen sich der Literaturwissenschaftler und „Hesse-Spezialist“ Dr. Johannes Heiner wieder unlängst in einer Lesung beschäftigt hat.

Der wahre Weise lächelt über sich selbst - Nürnberger Nachrichten 07.07.2017

Nürnberger Nachrichten 07.07.2017

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Zuhörer lauschten dabei gebannt seinen Ausführungen über die Weisheit, die „nicht mittelbar, sondern nur lebbar“ sei.

Zum „Nach- und Umdenken“ lädt auch die Literarische Studienreise „Auf den Spuren von Hermann Hesse“ vom 18.09. – 25.09.2017 ein, die Dr. Johannes Heiner begleitet und die den Lebensstationen des Schriftstellers in Deutschland und der Schweiz folgt.

Gemeindereise ins Baltikum 5.-12. Juni 2017

Blick auf Trakai
Völlig begeistert ist der Gemeindepädagoge Dirk Bock mit seiner Gruppe von einer Reise aus dem Baltikum zurückgekehrt. Er berichtet uns, was ihn bei dieser Tour so fasziniert hat.

 

„Pfingstmontag brachen wir – eine Gruppe von 32 Reisenden aus verschiedenen Regionen Brandenburgs – auf und erlebten eine Woche im Baltikum mit vielen Höhepunkten, eindrucksvollen Erlebnissen und Begegnungen, sodass wir nach acht Tagen durch drei so unterschiedliche Länder begeistert heimkehrten

Das Baltikum gleicht einem Museum unter freiem Himmel. Die schönen Naturlandschaften sind bäuerlich geprägt und jenseits der quirligen und schönen Hauptstädte Vilnius, Riga und Tallinn findet man dort Ruhe. Inmitten der Hügellandschaften und entlang der Kurischen Nehrung, die uns atemberaubende Bilder bot, fühlten wir uns wie in einer anderen Welt.

Gingen wir durch die Gassen der Städte, angefangen in Vilnius, dann durch Riga und zuletzt in Tallinn, fühlten wir uns manchmal ins Mittelalter versetzt, wäre da nicht der lebendige Mix aus Cafès, Restaurants und trendigen Geschäften.

Unsere hervorragende Reiseleiterin Sarune brachte uns nicht nur ihre eigene Heimat Litauen, sondern auch die wundervollen Regionen Lettlands und Estlands näher. Wir erfuhren so viel Interessantes über Land und Leute, die Sprache („VISKAS“ – littauischer Sammelbegriff für viele Bedeutungen, z.B.: „alles okay“; „es kann losgehen“, „ich habe keinen Hunger mehr „ und noch viel mehr), die Traditionen und Gegenwart. Die Freude am Singen und der Folklore praktizierte Sarune sogar selbst. Wir sangen so einige Lieder mit ihr und konnten bei landestypischen Speisen und Musik ausgelassen und fröhlich die Gastfreundschaft der lieben Menschen kennenlernen, die uns auf der Reise begegneten. Das Essen bei der Bauernfamilie in Sigulda war ein absoluter Höhepunkt. Angefangen von der liebevollen Gestaltung der Tafel in der gemütlichen Holzhütte über die Zubereitung der Speisen, die alle aus eigenem Anbau und eigener Produktion kamen. Der Riga – Balsam – ein Kräuterlikör – tat nach dieser üppigen und wohlschmeckenden Mahlzeit so gut. Martha, die 15-jährige Tochter der Bauernfamilie, umrahmte unser Mittagessen mit wunderschöner Musik auf dem traditionellen Instrument Korkle (Kniezitter) und erklärte uns so Einiges über die Herkunft und Inhalte der melancholischen Texte und das besondere Instrument.

Beeindruckt haben uns aber auch die Bootsfahrt entlang der „Litauischen Sahara“ auf dem Kurischen Haff, das Gespräch mit Pfarrer Markus Schoch in der Evangelischen Gemeinde Riga und die Teilnahme am deutschsprachigen Gottesdienst in Tallinn. Schon vorher war uns bekannt, dass dieser live im ZDF übertragen wurde und somit verfolgten einige Verwandte, Bekannte und Freunde diese Übertragung und wir wurden so in der eigenen Heimat beim andächtigen Singen und Beten gesehen.

Der Abschied von Sarune und dem faszinierenden Baltikum fiel uns sehr schwer, auch wenn wir so wundervoll in einem Restaurant am Rathausplatz in Tallinn mit estnischen Spezialitäten verwöhnt wurden. Fast bis Mitternacht saßen wir noch bei einem Glas Wein in den Gassen von Tallinn und schwelgten in den Erinnerungen der letzten Tage. So richtig dunkel wird es um diese Jahreszeit im hohen Norden nicht.

Es war – die Einführungsreisen eingeschlossen – meine 29. Reise mit Biblische Reisen und schon heute plane ich die nächste Tour. Von meinen Mitreisenden kamen einige Vorschläge und ich bin gespannt, welches Ziel wir uns aussuchen, wenn wir uns am 7. Oktober in Lindow treffen, um uns noch einmal gemeinsam an diese Reise zu erinnern. Malta, die Kykladen oder Schottland sind in der engeren Wahl. Egal wohin – Hauptsache mit Biblische Reisen, denn wieder einmal habe ich erfahren, wie toll es ist, von einem professionellen Reiseveranstalter betreut zu werden. Auf diesem Weg noch einmal Dank dafür! Besonders zu erwähnen sind die hervorragende Organisation bei Vorbereitung und Durchführung der Reise und die Auswahl der Hotels, die alle wunderbar waren. Dieses Lob gilt auch der Partneragentur im Land, die zum Gelingen dieser Reise maßgeblich beigetragen hat.“

Dirk Bock, Lindow

 

Evangelischer Kirchentag in Berlin und Wittenberg

Passend zum Motto des letzten Kirchentages in Berlin haben wir uns gezeigt und wurden gesehen! Drei erlebnisreiche Tage mit interessanten Gesprächen und netten Besuchern liegen hinter uns. Wir durften uns mit unserem Stand in den Messehallen unterm Funkturm auf dem „Markt der Möglichkeiten“ präsentieren.

Unsere Vertriebsmitarbeiterin Daniela Bock, unser stellv. Geschäftsführer Dirk Abromeit und unser Theologischer Leiter Thomas Maier standen gemeinsam mit unserer israelischen Reiseleiterin Gaby Levy allen interessierten Gästen zur Verfügung. Frau Levy gab kompetent und aus erster Hand Auskünfte, wenn es um Fragen rund um die Reisen ins Heilige Land ging, besonders für unsere neu aufgelegte Reise mit den Wanderungen auf dem Abrahamsweg, die wir für geschlossene Gruppen, aber auch für Einzelreisende anbieten.

Mit Freude haben wir an diesem Kirchentag mitgewirkt. Schön, dass wir so viele Besucher begrüßen konnten, von denen uns auch zahlreich positive Rückmeldungen ihrer vergangenen Reisen mit Biblische Reisen gegeben wurden. So freuen wir uns schon heute auf den nächsten Kirchentag. Im nächsten Jahr beim Katholikentag in Münster sind wir gern dabei!

Slowenien – ein Reisetipp zwischen Alpen und Adria

Es gibt immer wieder Reiseziele, die es sich neu zu entdecken lohnt. Slowenien ist solch ein zunächst unbekanntes Kleinod, das ich bei einer Kurzreise erleben durfte. Mein Fazit vorneweg: Ich war überrascht und begeistert – von den vielfältigen Landschaften, die sich von den Alpen über Mittelgebirge bis zur Adriaküste ziehen, einem im doppelten Wortsinn „grünen Land“ (viele Wälder, aber auch ein hoher Umweltstandard) und den freundlichen und von ihrem Land begeisterten Menschen. Tourismus hat in Slowenien eine lange Tradition, wird jedoch sanft weiterentwickelt, um Kultur und Natur zu erhalten. Außerdem sind die Entfernungen und damit Reisezeiten im Land kurz.

Auf dem Reiseprogramm standen einige touristischen Höhepunkte, die bei (fast) keiner Reise fehlen dürfen.

Zunächst ging es in die Ausläufer der Slowenischen Alpen nach Bled. Die Burg, die um 1011 erbaut wurde, thront hoch über dem Bleder See. Neben einer kleinen Ausstellung zur Geschichte wird mit einer Gutenberg-Presse der Buchdruck vorgeführt, und einige Schautafeln informieren über den slowenischen Reformator Primož Trubar . Die Hauptattraktion Bleds ist jedoch sicherlich die Bleder Insel mit der frühbarocken Wallfahrtskirche St. Maria. Ruderboote bringen die Pilger zu Insel, und fast ununterbrochen ist die Glocke der Kirche zu hören. Der Volksglaube sagt, dass jedem ein Wunsch in Erfüllung geht, der die Glocke Maria zu Ehren läutet.

Anschließend besuchten wir das mittelalterlich geprägte Städtchen Radovljica. Eine Besonderheit stellt hier das Imkerei-Museum dar. In Slowenien sind Bienenstöcke auch heute noch allgegenwärtig, Honig und Bienenwachs spielen eine wichtige Rolle. Die Wertschätzung für die Bienen zeigt sich auch in außergewöhnlichen, zum Teil kunstvollen Bienenhäusern. Eine Besonderheit sind sicherlich die bemalten Abschlussplatten der Bienenstöcke, die früher oftmals religiöse Motive hatten, später jedoch auch ironische Darstellungen z.B. von der Jagd zeigten. Eine Vielzahl solcher Bilder ist im Museum ausgestellt.

Weiter ging es zur Karsthöhle von Postojna (Adelsberger Grotte). Das Höhlensystem umfasst über 20 km und ist damit die weltweit zweitgrößte für Touristen erschlossene Tropfsteinhöhle. Bei einem regulären Besuch von 90 min erlebt man ca. 5 km der Höhle. Das erste Teilstück wird mit einer kleinen Bahn befahren. Schon hier sieht man Tropfsteine, die andernorts Hauptattraktionen wären. Bei einem bequemen Rundgang gelangt man in unterschiedliche Bereiche der Tropfsteinhöhle, die wirklich gewaltig ist. Wer mit einer sangesfreudigen Gruppe unterwegs ist, mag vielleicht sogar im „Konzertsaal“ die Akustik der Höhle testen. In unserem Fall spielte ein Saxophonspieler und erfüllte die natürlich entstandene Halle mit seiner Musik.

Am Folgetag ging es an die Adriaküste. Nur 42 Kilometer lang ist der Küstenabschnitt Sloweniens, schnell wäre man im italienischen Triest oder im kroatischen Istrien oder in Rijeka. Auf unserem Programm stand das malerische Küstenstädtchen Piran. Der venezianische Einfluss auf die Architektur ist unübersehbar. Wahrzeichen Pirans ist die burgartige Kirche Sv. Klementa. Überragt wird die Stadt von den Mauerresten alter Stadtbefestigungen und der Kathedrale St. Georg, dessen Kirchturm dem venezianischen Markusturm nachempfunden ist. Sehenswert ist auch das ehemalige Franziskanerkloster mit seinem vollständigen Kreuzgang. Stolz sind die Piraner zudem auf einen berühmten Sohn der Stadt, den Geiger und Komponisten Giuseppe Tartini (1692-1770) – seine Statue schmückt den nach ihm benannten Hauptplatz am Hafen.

Ljubljana ist Hauptstadt und Mittelpunkt Sloweniens, mit seinen knapp 300.000 Einwohnern zählt es zu den kleineren europäischen Hauptstädten. Die Innenstadt ist autofrei, barocke Architektur mischt sich mit Jugendstil und über allem thront die Burg, deren Burgberg vom Fluss Ljublanica umrahmt wird. Die Sehenswürdigkeiten liegen auf engstem Raum beisammen und lassen sich gut bei einem Stadtspaziergang erkunden. Es lohnt sich, etwas freie Zeit einzuplanen um durch die kleinen Geschäfte mit lokalen Produkten zu schlendern, einen Kaffee am Fluss zu genießen oder einem der Straßenkünstler zuzuschauen.

Ein Ausflug führte dann noch in die Region Kočevje im Süden. In den ausgedehnten Waldgebieten gibt es Bären, Wölfe und Luchse. Wanderwege führen z.T. zu wahren Urwäldern, und wer möchte, kann bei einem Waldspaziergang mit einer Biologin mehr über die Artenvielfalt und das Zusammenleben von Menschen und Bären erfahren. Teilweise finden sich in der Region noch Spuren der Gottscheer, einer deutschsprachigen Minderheit, die in diesem Gebiet über 600 Jahre lang siedelten. Fährt man von der Region Kočevje weiter nach Novo Mesto gelangt man in die Bela Krajina (Weißkrain). Hier öffnet sich die Landschaft, die sanften Hügel sind mit Weinbergen bepflanzt. Eine lokale Initiative hat einige der alten Weinbergshäuser restauriert, manche sind als Ferienwohnungen zu mieten, oder es werden Programme für Gruppen angeboten, bei denen regionale Spezialitäten und vor allem der Cviček im Mittelpunkt steht – ein lokaler Rotwein, der nur in dieser Region hergestellt wird.

Mit einem kurzen Flug (1.20 Std) ging es von Ljubljana zurück nach Frankfurt.

Warum also Slowenien als Gruppenreiseziel anbieten?

  • Für viele ist das kleine Land am Südost-Ende der Alpen noch immer unbekannt
  • Eine kurze Anreise sowie kurze Wege im Land ermöglichen Reisen mit keinem/wenigen Hotelwechseln
  • Kulturelle Schnittpunkte erleben: kombinieren Sie Slowenien mit dem italienischen Triest (oder sogar Venedig) und dem kroatischen Istrien. Oder entdecken Sie die Verbindungen zwischen Kärnten und Slowenien.
  • Slowenien steht im Mittelpunkt des Weltgebetstags der Frauen im März 2019. Eine Reise für Frauengruppen kann eine ideale Vorbereitung sein!

Kurztrip auf die Azoren

Auf Einladung einer Agentur auf den Azoren habe ich mich mit 3 Kolleginnen von anderen Reiseveranstaltern vom 06.04.-09.04.2017 auf eine Reise auf die Azoren eingelassen.

Am 06.04. fliegen wir ab Frankfurt direkt nach Ponta Delgada auf der Insel Sao Miguel. Hier ist auch unser Hotel für die Dauer unseres Aufenthaltes.

Am frühen Abend beginnt die Kurzreise mit einem Spaziergang durch die Stadt, Besichtigung der Kirche Sao José, vorbei an der Markthalle und an vielen kleinen Geschäften mit allerhand Spezialitäten wie Käse, Ananaslikör, Thunfisch und leckeren Broten. Wir sind uns einig, dass wir hier vor der Abreise nochmal herkommen müssen, um einzukaufen.

Das anschließende Essen in einem Restaurant direkt am Hafen ist ein Gedicht. Das Rindfleisch zart, der Fisch auf den Punkt gebraten mit einer Panade aus Sesam und Kräutern.

Am nächsten Morgen geht es zum Wale beobachten. Nach einer Einweisung, wie wir uns zu verhalten haben, fahren wir ca. 1 Stunde mit dem Boot auf das Meer hinaus. Und dann sehen wir tatsächlich Wale – was für riesige und schöne Tiere und wie elegant sie sich bewegen. Ich bin tief beeindruckt.

Nach unserer Rückkehr fahren wir nach einem üppigen Mittagessen die Küste entlang. Immer wieder bitten wir den Guide und Fahrer anzuhalten, damit wir Fotos machen können von den Seen und von der unglaublich schönen Landschaft.

Unser Ziel sind zwei ineinanderfließende Kraterseen, in einem ist das Wasser blau, Lagoa Azul, und im anderen ist das Wasser grün, Lagoa Verde. Um diese beiden Seen spinnen sich allerhand Märchen und Liebesgeschichten. Leider ist die Farbenpracht nicht so deutlich zu sehen, der Reiseleiter hat uns jedoch versichert, dass es so ist! Wir beenden den Tag mit dem Besuch einer Ananasplantage. Die Ananas von den Azoren benötigen 18 Monate um zu reifen, sie sind ein Genuss und wir haben sie jeden Tag gegessen und, natürlich, mit nach Hause genommen.

Am Samstag steht uns der Höhepunkt bevor. Wir fahren nach Furnas. Auch hier bitten wir den Fahrer immer wieder zu halten, damit wir Fotos machen können. An der Lagoa das Furnas ist unser erster Stopp mit einem Spaziergang um den See zu der Kapelle Nossa Senhora das Vitorias. Anschließend fahren wir weiter nach Furnas. Der Schwefelgeruch kündigt uns an, dass wir am Ziel sind. Die Caldeiras, also die Quellen, sprudeln aus der Erde. Wir können beobachten, wie Familien mit riesigen Töpfen einen Platz zugewiesen bekommen und die Töpfe in der heißen Erde eingraben. In ca. 6-7 Stunden wird das Essen fertig sein und das Familienfest geht mit Essen und Trinken direkt vor Ort weiter. Auch wir werden später das „Cozido das Furnas“ essen.

In der Zwischenzeit gehen wir in den unglaublich schönen Park Terra Nostra. Die Pflanzenpracht im Park ist kaum zu überbieten und man kann sich hier einen ganzen Tag aufhalten. Mitten im Park befindet sich ein Thermalbecken, in dem jeder Besucher gerne schwimmen darf. Das Wasser hat 38° und ist natürlich schwefelhaltig, wobei der Geruch nicht so intensiv ist, wie direkt an den Caldeiras. Unser Begleiter aus Deutschland sowie eine Mitreisende gehen schwimmen und schwärmen regelrecht, wie schön es ist.

Anschließend machen wir einen Spaziergang durch die Stadt und trinken von den verschiedenen Quellen, die überall sprudeln. Jedes Wasser schmeckt anders, einige sogar richtig gut.

Unser Reiseleiter erzählt uns von einem Mädchen, das mit 13 Jahren angefangen hat Käse herzustellen. In der Zwischenzeit ist sie 17 Jahre alt und ihr Käse ist so berühmt auf den Azoren, dass die Markthallen bei ihr Schlange stehen. Da sie alles selbst macht, kann sie oft gar nicht so viel liefern, wie gewünscht. Wir möchten unbedingt hingehen um zu sehen, ob es noch Käse gibt. Natürlich! Also kaufen wir unseren Käse hier bei dem kleinen Familienunternehmen.

Anschließend gehen wir ins Hotel Terra Nostra zum Mittagessen, es gibt „Cozido“. Der Geschmack ist wirklich ganz wunderbar, wenn man bedenkt, dass ja alles in einem Topf in der Erde ca. 6-7 Stunden gegart hat. Der Inhalt des Topfes ist für mich etwas schwieriger und ich erlaube mir, eine Auswahl aus den angebotenen Speisen zu treffen: Gemüse, Kartoffeln und Rindfleisch. Meine Mitreisenden haben diese Auswahl nicht getroffen und haben z.B. Schweineohren, Blutwurst und ähnliches auf ihrem Teller. Es war wohl richtig lecker.

Nach diesem ereignisreichen Tagen fahren wir müde und satt zurück nach Ponta Delgada und sind uns einig, dass wir das Gefühl haben, schon länger als zwei Tage hier zu sein.

Am nächsten Morgen geht unser Flieger um 07.30 Uhr zurück nach Frankfurt.

Wir alle kommen wieder, das steht fest! Zwei Tage sind wirklich viel zu kurz für Sao Miguel, man kann eine Woche schon gut verplanen.

„Segen auf See“

Dass man auf einem Kreuzfahrtschiff nicht nur auf andere Gäste und das Bordpersonal trifft, sondern auch Musikern, Tänzerinnen und Vortragsrednern begegnet, das weiß man.

 Aber eine Seelsorgerin?

 Damit rechnet man als „Nicht-Biblische-Reisen-Kunde“ nicht unbedingt.

Über die nicht alltägliche Tätigkeit einer „Bordseelsorgerin“ berichtet der Fernsehsender rbb in seinem Film „Segen auf See – eine Kreuzfahrt mit Pfarrerin“. Dafür wurde die Berliner Pfarrerin Katharina Plehn-Martins auf ihrer Fahrt mit der MS Albatros im Frühjahr 2015 mit der Kamera begleitet. Zwei Wochen lang war sie für Urlauber und Schiffscrew Ansprechpartnerin in allen Fragen seelischer Natur.

Ihre Erfahrungen hat sie in einem Buch festgehalten, das ebenfalls unter dem Titel „Segen auf See“ erschienen ist. Darin erzählt sie vom Leben und Reisen an Bord von Urlauberschiffen, sie nimmt ihre Leserinnen und Leser mit, lässt sie über die Schulter schauen ohne indiskret zu werden. Vom „Mehr auf dem Meer“ ist die Rede, von Gottesdiensten und Seelsorge, von Small-Talk, Tea-Time und Landgängen.

 „Leinen los“ heißt es für sie selbst wieder am 25.09.17, denn dann begleitet sie „unsere“ Flusskreuzfahrt „Die Donau – Königin der Ströme“. Die Reise von Passau nach Budapest und wieder zurück führt die Gäste zu mächtige Burgen und herrschaftliche Städten.

 

 

Prächtiges Portugal – immer ganz nah am Meer

Sonnenaufgang an der Algarve
Nora Steen ist evangelische Pfarrerin und lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern in Lissabon, wo sie gemeinsam mit ihrem Mann die Deutsche Evangelische Kirchengemeinde betreut.

„Im äußersten Westen Europas ist der Himmel weit. Portugal ist, so sagt man hier, ein kaltes Land mit einer heißen Sonne und vor allem, einem ganz besonderen Licht. Kein Wunder, dass so viele hierher nach Portugal kommen, um dem dunklen Winter in Deutschland zu entfliehen. Der klare Himmel lässt die Seele weit werden. Der ständige Wind lässt einen nie vergessen, dass man im Land der Seefahrer ist – zur Küste ist es nirgends sehr weit und kaum ein Tag vergeht, an dem man keinen Fisch isst. Kilometerlange Sandstrände ziehen sich vom Süden im Algarve bis hoch in den Norden. Vor allem im Herbst und Winter sind die Wellen oft meterhoch – ein Paradies für Surfer, die aus der ganzen Welt hierher kommen, um mit ihren Brettern den Atlantik zu erobern. Aber auch im Inland gibt es viel zu entdecken – unberührte Naturparks wie der Gerês oder die Gegend um die Kleinstadt Marvão direkt an der spanischen Grenze. Spanien – das einzige Nachbarland Portugals – nicht geliebt, aber zumindest gelassen akzeptiert, so wie das bei solch engen Nachbarschaften oft ist. Trotzdem liegen Welten zwischen beiden Ländern: Die Mentalität der Menschen könnte unterschiedlicher nicht sein. Nicht ohne Grund ist die „saudade“, ein Wort dessen Bedeutung zwischen Melancholie und Sehnsucht changiert, so bezeichnend für das Lebensgefühl dieses kleinen Volkes, dessen Nationalgesang, der Fado, genau diese Stimmung beschreiben soll. Vielleicht hat diese Sehnsucht auch dazu geführt, dass so viele Portugiesen den Weg übers Meer ins Unbekannte gesucht haben. Vasco da Gama ist sicherlich der Bekannteste aus einer langen Liste berühmter Seefahrer des 15. Jahrhunderts.

Heute ziehen die jungen Portugiesen aus anderem Grund ins Ausland und das nicht immer freiwillig. Die Arbeitslosigkeit ist hoch, die Ausbildungsmöglichkeiten im Land sind begrenzt. Die „saudade“ wirkt nun in andere Richtung: Egal, wohin es die Portugiesen verschlagen hat, die Sehnsucht nach dem Heimatland, nach der Familie, bleibt stark. Überhaupt, die Familie: Wenn man sich das niedrige Durchschnittseinkommen und das für deutsche Verhältnisse unfassbar geringe Rentenniveau anschaut und überlegt, wie es damit in Europa überhaupt möglich sein soll, zu überleben – bei Lebenshaltungskosten, die denen in Deutschland ähnlich sind, dann kommt man unweigerlich zu dem Schluss, dass dies nur möglich ist, weil die Familie zusammenhält. Man hilft sich aus – ob bei der Kinderbetreuung oder auch mal finanziell. Ohne das starke Netzwerk der Familie würden sicherlich noch viel mehr Menschen in die Armut abrutschen, als es ohnehin der Fall ist. Portugal gehört zu den ärmsten Ländern der Europäischen Union und es ist dem Land hoch anzurechnen, dass es sehr konsequent und mit teilweise drastischen Steuererhöhungen versucht, einen Weg aus der Schuldenkrise zu finden.

Nun aber zur Hauptstadt, keine Portugalreise ohne einen Besuch in Lissabon. Wer nach Lissabon kommt, ist vom morbiden Charme der Altstadt fasziniert. Was von außen jedoch romantisch wirkt, ist hinter der Kulisse oft dramatisch. Die meisten Häuser sind stark renovierungsbedürftig, sie sind nicht isoliert, es gibt in den nasskalten Wintern keine Heizung. Die soziale Not ist groß. Wir als deutschsprachige evangelische Gemeinde unterstützen seit Jahren ein Sozialprojekt in einem sozialen Brennpunkt. Dass Kinder eine warme Mahlzeit am Tag bekommen und Erwachsene eine gute medizinische Betreuung im Alter, ist oft nur möglich, wenn soziale Einrichtungen mithelfen.

Für Touristen bietet sich ein anderes Bild. Sie können eintauchen in die Welt des Schriftstellers Fernando Pessoa oder die Wege von Tabuccis Perreira wunderbar nachverfolgen und dabei eine Menge über die Zeitgeschichte Portugals verstehen. Sie begreifen, wieso Pascal Merciers Nachtzug gerade nach Lissabon gefahren ist. Sie erleben eine Stadt, die zwar zu Europa gehört, aber irgendwie noch gar nicht so richtig in Europa angekommen scheint. An der Flussmündung des Tejo abends ein Glas Wein trinken und durch die schmalen Gassen des Stadtviertels Alfama stromern – das macht Lissabon zu einem Erlebnis, das viele magisch in ihren Bann zieht. Eine Fahrt in einer der berühmten „Elétricos“, der kleinen Straßenbahnen, ist begehrt und tatsächlich bekommt man einen wunderbaren Überblick über diese Stadt, die wie Rom auf sieben Hügeln erbaut worden ist. Traditionell ist Portugal ein katholisches Land. Die Reformation hat es nie bis hierher geschafft. Die wenigen protestantischen Kirchen, die sich gegen politische und kirchliche Widerstände dennoch etabliert haben, pflegen eine enge Gemeinschaft, zu der auch die seit über 250 Jahren in Lissabon existierende deutschsprachige evangelische Gemeinde gehört.

Lissabon ist begehrt und mittlerweile im Sommer von Touristen überschwemmt. Noch schöner ist es daher, im Herbst oder im Frühling diese Stadt zu erkunden. Überall gibt es etwas zu entdecken. Die Künstlerszene hat sich die Stadt erobert – Streetart, Graffitis, Azulejos (Fliesen) verschönern viele ansonsten eher triste Straßenzüge. Eine gute Idee ist es, sich mit einem Fotoapparat oder einer Schreibkladde durch die Stadt treiben zu lassen. Einfach fotografieren oder aufschreiben, was einem begegnet, Eindrücke aufnehmen und auf sich wirken lassen. Auch mal schweigen und umso mehr hören. Als Gemeinde bieten wir solche Stadtspaziergänge der besonderen Art an und machen damit wunderbare Erfahrungen. Lissabon eignet sich für das Experiment, eine Stadt mal mit anderen Augen wahrzunehmen. Zwischendrin gibt es im Straßencafé einen Espresso und einen dieser süßen Küchlein mit Puddingfüllung „Pastel de Nata“ und obwohl die Straßen Löcher haben kann man spüren: Es ist doch irgendwie auch alles gut. Dass das auch die Portugiesen so sehen, ist offensichtlich. Allein ein voller Geldbeutel macht noch keinen glücklichen Menschen, es geht auch mit weniger, da kann ruhig die Fassade abblättern. Hauptsache, der Familie geht es gut und, mindestens genauso wichtig, das Essen schmeckt. Nichts wäre schrecklicher, als auf das Mittagessen mit einem Glas vinho tinto verzichten zu müssen – zwischen 13 – 14 Uhr sind die Restaurants rappelvoll. Ansonsten hält man es mit der Zeit nicht so genau – ob morgen wirklich die Bauarbeiten beginnen oder nicht doch eher übermorgen, das wird man sehen. Portugiesen sind gut geübt im Warten. Vielleicht ist Gelassenheit die einzige Tugend, die hilft, mit manchen Widrigkeiten des Alltags zurechtzukommen und trotzdem noch jeden Morgen den weiten Himmel und das einzigartige Licht zu genießen. Und am Wochenende: geht’s ans Meer.“

Zypern ist eine Reise wert

Nachdem Pastor Klaus Sander und seine Gruppe von ihrer Reise aus Zypern zurückgekommen waren, stand für sie fest:

„Zypern ist eine Reise wert!“

„Sie haben die schönste Reisezeit gewählt.“ Frau Galia, unser Guide, traf es auf den Punkt. Gelbe Blumenteppiche und darüber ein blauer März-Himmel. Wunderschön anzusehen. Die mit Heiligendarstellungen und biblischen Szenen ausgemalten orthodoxen Kirchen beeindruckten unsere Gruppe. Auch das Innehalten orthodoxer Christen vor Ikonen und das Feiern ihres ganz anderen Gottesdienstes. Paulus und Barnabas gelten als erste Anstoßer des christlichen Glaubens auf der Insel. Die Paulussäule in Paphos und das Kloster des heiligen Barnabas waren für uns dabei Orte der besonderen Erinnerung. Dass das Christentum nicht nur Frieden wirkte, sondern auch streitbar die Geschichte prägte, wurde in der Kreuzritterburg Kolossi deutlich.

Dass man mit dem Gewinn einer Schiffsladung Ware zur Zeit der französischen Lusians den Bau einer großen Kirche finanzieren konnte, erahnten wir in der nord-zyprischen Stadt Famagusta. Zu unserem Reiseprogram gehörten sehr bewusst auch Erkundungen von Landschaft und Leben. So die Verkostung zypriotischen Weins und Käse an Orten ihrer Herstellung, ein großes Meze-Essen in einer Landgaststätte.

Beeindruckt hat uns das Ringen um die politische Zukunft Zyperns. Sowohl eine südzyprische Sicht als auch eine nord-zyprische Sicht wurde uns vorgetragen. Erfreulich ist, dass es bis heute Menschen gibt, die über den Trümmern vergangenen Handelns Brücken zueinander bauen wollen. Mit der Organisation und Begleitung durch Biblische Reisen waren wir sehr zufrieden. Das Konzept mit erstem Reisestandort Limassol und zweitem in Kyrenia hat sich aus unserer Sicht bewährt.

Der freie Tag mitten im zehntägigen Reiseprogramm war wohltuend. Einige haben am freien Tag das große Hotelschwimmbecken im Hotel Miramare gleich zweimal nutzen wollen.

Kurz: Zypern war eine Reise wert.

Pastor Klaus Sander, Ahlden

 

Der Jakobsweg: Ein Pilgerführer aus dem 12. Jahrhundert

Es gibt eine einzige wichtige mittelalterliche Beschreibung des Wegs nach Santiago de Compostela innerhalb einer dem Jakobskult gewidmeten Sammelhandschrift, dem „Liber Sancti Jacobi“; sie wird hier leicht gekürzt in Übersetzung geboten. Vieles ist noch immer gleich: Wegmarken, Kirchen und an sie geknüpfte Anekdoten, Marotten der Pilger anderer Herkunft als man selbst, Herbergen, von denen man nur abraten kann, halsabschneiderische Gastwirte, und natürlich die Blasen an den Füßen.

 

 

Der Autor:

Prof. Dr. Klaus Herbers, geboren 1951 in Wuppertal, ist seit 1998 Inhaber des Lehrstuhls für Mittelalterliche Geschichte und Historische Hilfswissenschaften an der Universität Erlangen-Nürnberg.