Jordanien – Engelsflügel

(Engelsflügel – ein Felsen in der Nabatäerstadt Petra, Jordanien)

Jordanien - Engelsflügel

Mich trugen Flügel aus der alten Stadt
aus unbegreiflichen Vergangenheiten
in neue, stille, ungeahnte Weiten,
die nie zuvor mein Fuß betreten hat.

Es war nur ein Moment. Und doch genug,
dass meine Seele sich von mir entfernte
und durch den Tag in unendlich besternte
Nacht in der Wüste all mein Träumen trug.

Von diesem Felsen bleibt nur dieses Bild –
auf dem Papier, zugleich tief in mir drinnen.
Was einmal unsre Spur berührte, gilt,
und es wird Teil von allen unsren Sinnen.

Ich trage Flügel aus der alten Stadt
und werde sie für alle Zeiten tragen
und sehe mich an neuen Bildern satt
in einer Welt mit vielen bunten Tagen.

Gastautor Pastor Ulrich Tietze hat von seiner Gruppenreise nach Jordanien dieses beeindruckende  Gedicht mitgebracht und ist zur Zeit in der tunesischen Sahara unterwegs.

Jordanien - Engelsflügel

 

 

Sizilien – Brücke zwischen Orient und Okzident

Kennen Sie das auch?! Sie tragen sich seit Jahren mit einem Reiseziel ihrer Träume, aber es kommt immer wieder etwas dazwischen. So fangen Sie an, darüber zu lesen, verpassen keinen Dokumentarfilm, der sich damit beschäftigt, und sprechen, manchmal ganz zufällig, mit Leuten, die schon da waren, wo sie noch hin wollen. Und im Laufe der Zeit entwickeln Sie ein wunderbares Bild Ihrer Zielregion oder Zielstadt, aber eben nur ein Traumbild.Sizilien - Brücke zwischen Orient und Okzident

Mir ging es vor vielen Jahren mit Rom so, als ich überrascht feststellen mußte, daß die Proportionen zwischen Petersdom (hundertmal im Fernsehen betrachtet!) und Petersplatz so völlig anders waren, als ich gedacht hatte! Und es ging mir auch mit Sizilien so…

Nicht daß ich sagen könnte, ich hätte je ein wirklich präzises Bild von dieser Region gehabt, es war mehr ein Gefühl, getragen von den zahlreich sprudelnden Informationen aus meinem eigenen Werdegang als Archäologin und (Kunst-)Historikerin, ergänzt um meine damals schon über 10 Jahre währende Reiseleitertätigkeit und den fast 20jährigen Aufenthalt in Italien. Aber bei meinem ersten Besuch auf der Insel wußte ich sofort, was ich nicht erwartet hatte.

Noch heute verblüffen mich die vielen hohen Berge und Gebirge, die zusammen mit dem intensiven Hügelland, das mancherorts an die Toskana erinnert, 85% der gesamten Fläche ausmachen… und die Menschenleere im zentralen Inland, die man in Europa, selbst an seinen Rändern, heute so nicht mehr erwarten würde. Auch die majestätische, zugleich stille und doch bedrohliche Erhabenheit des Ätna hätte ich zuvor nicht so treffend in Bilder zu kleiden vermocht.

Sizilien - Brücke zwischen Orient und Okzident

Theater in Taormina

Und noch etwas fasziniert mich enorm an dieser Insel, die aufgrund ihrer Größe so gar keine Insel zu scheint: das unglaubliche, seit Jahrtausenden, mit wechselnden Protagonisten und politischen Konstellationen, währende Neben- und Miteinander unterschiedlichster Kulturen, das nie ein alleiniges Nehmen, sondern immer auch ein befruchtendes Geben gewesen und gerade deswegen Einzigartiges hervorgebracht hat. Ob in den frühen Hochkulturen der Liparischen Inseln, den blühenden Griechenstädten der Südküste oder den architektonischen Meisterleistungen des mittelalterlichen Palermo, immer wieder stößt man auf eine Quintessenz Siziliens: ihre weidlich nicht allein geographisch zentrale Lage zwischen Orient und Okzident, Afrika und Europa. Im postmodernen Clash of Civilizations ein lehrreiches, ja geradezu beruhigendes Beispiel, daß es auch anders geht, anders gehen kann, daß wir immer selbst die Wahl haben.

Schon Goethe wußte um den enormen Wert einer Reise auf die “Trinakria”, als er sie zur entscheidenden Bedingung für ein Verständnis von ganz Italien machte. Dabei schwebten ihm sicher – teilweise zumindest – andere Gründe vor als die, die wir heute ins Feld führen. Trotzdem erschließt sich die Insel nur dem, der aktiv nach ihr sucht, der bereit ist, sich über die zahlreichen offenkundigen Klischees hinweg tatsächlich mit ihr auseinanderzusetzen. Sie würden es deswegen kaum für möglich halten, wie viele Italiener selbst die südlichste Region ihres eigenen Staates noch nie bereist haben!

Doch zurück zum Anfang… denn ein weiterer Punkt verbindet Rom und Sizilien in meinen Augen: eine Reise allein reicht in der Regel nicht aus, um sie gebührend kennen und verstehen zu lernen!

Sizilien - Brücke zwischen Orient und Okzident

Lipari island, Italy, beautiful view on Vulcano island from Lipari island

Nun werden Sie mich fragen, warum es dann ausgerechnet unser Programm sein sollte, das sie wählen. Nun, zunächst einmal, weil Sie mit Interesse bis hierhin gelesen haben und offensichtlich weniger nach einer flüchtigen Pauschalreise oder einem Strandaufenthalt mit gelegentlichen Ausflügen ins Inland suchen. Und weil Biblische Reisen Ihnen wertvolle 12 Tage Zeit schenkt, um der einzigartigen sizilianischen Gastfreundschaft nachzuspüren, die den Fremden stets als Bereicherung, nicht als Bedrohung der eigenen Identität begreift, und Ihnen damit auch heute noch das Geheimnis der Faszination dieses Landes auf überaus greifbare Art und Weise vor Augen führt. Manchmal läßt sich eine Jahrtausende alte Geschichte eben doch durch ein einziges Glas Wein oder einer lächelnde Geste erzählen…

Wann darf ich Sie auf Sizilien willkommen heißen?!

                                                        Ihre Dr. Alexandra Stalinski (© 2019)

P.S. Unsere Gastautorin Dr. Andrea Stalinski ist langjährige Reiseleiterin von Biblische Reisen und hat ihren Lebensmittelpunkt in Italien. Sie begleitet vom 18.09.-29.09.2019 unsere Katalogreise nach Sizilien und auf die Liparischen Inseln

Malta – Insel zwischen Europa und Afrika

Malta - Insel zwischen Europa und Afrika

Am Ostersonntag startete ich mit 38 Mitreisenden meine 30. Reise – Einführungsreisen mitgezählt – mit Biblische Reisen.

Auch dieses Mal erlebte ich mit meiner Gruppe eine unvergessliche Zeit mit interessanten Eindrücken – inhaltlich und visuell – sowie wundervolle Momente in Gemeinschaft bei unseren täglichen Andachten oder den gemeinsamen Gesprächen während der Reise und den tollen Essen in unserem Standorthotel San Antonio, auf Gozo oder beim Abschiedsessen im Restaurant Ta Cassia.

Schon lange hat Biblische Reisen diese Fahrt für meine Gruppe mit mir geplant. Frau Bergmann und die Agentur auf Malta haben ein abwechslungsreiches und eindrucksvolles Programm zusammengestellt. Malta und die Nachbarinsel Gozo haben so viel zu bieten und wir dürften eine Menge davon kennenlernen. Bei den Besuchen der Steinzeittempel und zu den frühesten Zeugnissen der Inselfauna unternahmen wir Ausflüge in die Frühgeschichte Maltas. Mit Valletta eröffnete sich uns die kleinste, aber dennoch so imposante Hauptstadt, die mit vollem Recht im letzten Jahr Kulturhauptstadt wurde. Auch die alte, hochgelegene Hauptstadt Mdina stand auf unserem Programm, sowie Rabat und an den Dingli – Klippen bot sich uns ein unvergleichlich schöner Ausblick. Die Kirchen und Gärten in Mosta, Attard und Mellhia ließen uns staunen und natürlich besuchten wir die Paulusbucht, den traditionellen Ort des Schiffbruchs.

Ein Höhepunkt der Reise war die abschließende Hafenrundfahrt auf der „Hera“ – ein eigens für unsere Gruppe gebuchtes Schiff.

Unsere Reiseleiterin Sabine Spiteri Gehring hat uns in der gesamten Zeit mit viel Wissen, Charme und Humor begleitet und die Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis werden lassen. Ihr gebührt großer Dank! Sie fand jeden Tag wundervolle Plätze im Freien für unsere Andachten und ging in jeder Hinsicht auf alle Wünsche der Gruppe ein. Mario Cilia von der Agentur Alliance begrüßte uns jeden Morgen im Hotel San Antonio und erkundigte sich nach unserer Gruppe. Schön, dass beide uns beim Abschiedsessen begleiteten und wir uns persönlich bedanken und verabschieden konnten.

Im September wird sich die Gruppe bei einem Treffen noch einmal an diese Reise erinnern und schon auf die neue Fahrt, die längst geplant ist, einstimmen. Unser nächstes Ziel werden die Kykladen sein – natürlich wieder mit Biblische Reisen!

Unser Gastautor ist Gemeindepädagoge Dirk Bock aus Lindow, der vom 21.-28.04.2019 mit seiner Gemeindegruppe auf Malta unterwegs war.

 

 

Apulien – eine authentische Region im wechselvollen maritimen Licht- und Farbenspiel

Apulien - eine authentische Region im wechselvollen maritimen Licht- und Farbenspiel

Entspannen Sie Sich einen Moment und schließen Sie die Augen…

Apulien - eine authentische Region im wechselvollen maritimen Licht- und Farbenspiel

Gargano-Halbinsel

stellen Sie Sich ein türkisblaues Meer vor, das sich im gleichfarbigen Himmel verliert, silbergrüne Olivenhaine, soweit der Blick reicht, und weiß im Sonnenlicht leuchtende Flachdachbauten…

Teil einer Visualisierungsübung, ein Traum?! Nein, was Sie da gerade erleben durften, ist eine recht präzise, ans Expressionistische erinnernde farbliche Beschreibung der apulischen Landschaft… und sie ist eine der Dinge, die den Besucher beim Aufenthalt in dieser Region am meisten beeindruckt.

Dabei verbinden viele das Land vor einer ersten Reise allenfalls mit den Trullibauten Alberobellos oder der Stauferanlage von Castel del Monte, kulinarisch Erfahrene wissen noch um herausragende Rotweine wie den Primitivo.

Tatsächlich gibt sich Apulien augenscheinlich weniger spektakulär als Regionen wie Kampanien oder Sizilien, touristisch und wirtschaftlich jedoch hat es in den vergangenen 35 Jahren einen Aufschwung verzeichnet, der seinesgleichen in Süditalien sucht, und die ausländischen Besucher, gewohnt an Stereotype zum Thema “Mezzogiorno”, geradezu überrascht. Dazu gehört ein eher ungewöhnliches Verständnis für den Erhalt und die liebevolle Restaurierung ganzer Altstädte, ein konsequenter Ausbau erneuerbarer Energien, die Aufwertung der eigenen hervorragenden Landprodukte und Volkstraditionen, wie den berühmten Pizzica-Tanz.

Trotzdem bleibt der Tourismus eher nahbar, authentisch, handgemacht… den Perfektionismus überlässt man gerne Regionen wie der Toskana, oder Venedig… und doch… Apulien steht ihnen in keinster Weise nach, hat man einmal eine neue Sichtweise auf das Land gewonnen.

Und spätestens, wenn man dem wechselvollen maritimen Licht- und Farbspiel der majestätischen Kathedrale von Trani beigewohnt, die Flamingos von Margherita di Savoia beobachtet, den schattigen Hochwald der Foresta Umbra durchschritten, die ehrgebietende Grotte des Erzengels Michael besucht oder vom Kap von Leuca auf die Weiten des Mittelmeers geblickt hat, weiß man, daß Apulien noch weit mehr als nur seine ohnehin einzigartigen mittelalterlichen Bauten zu bieten hat.

Oder, wie es einmal einer meiner Reiseteilnehmer in einem Brief so treffend formulierte: “Was früher nur ein Name und fast wie Schall und Rauch war, ist Wirklichkeit geworden, überraschend, lebendig: die pulsierenden Städte, die herrlichen Strände, die prachtvollen Felder und Gärten, die endlosen Reb-Lande, die Olivenöl-Plantagen, die Berge am Gargano, die Salzfelder bei Barletta.”

Kurzum, wer in diese Region Italiens reist, kehrt verblüfft im positiven Sinn zurück, verblüfft gerade weil man von vornherein wenig und ganz Anderes erwartet… alles, außer Apulien eben!

Nun,…

auch wenn ich Apulien seit fast 35 Jahren bereise,…
auch wenn es eine der italienischen Regionen ist, die ich am besten kenne,…
auch wenn ich unzählige Reisegruppen durch das Land begleitet habe und dabei die Aha-Erlebnisse und die Tiefenentspannung immer wieder gewaltig waren,…
glauben Sie mir absolut kein Wort!
Nichts ersetzt Ihre ganz persönliche Anschauung vor Ort… und vermutlich werden Sie noch ganz andere Einsichten gewinnen, als die, die ich Ihnen hier vorstellen konnte.

Manche Dinge kann man eben in keinem Buch oder auf keiner Webseite nachlesen, man muß sie einfach erleben…
Wann darf ich Sie in Apulien willkommen heißen?!

Ihre Dr. Alexandra Stalinski (© 2019)

P.S. Dr. Alexandra Stalinski ist langjährige Reiseleiterin und begleitet in diesem Jahr wieder unsere Katalogreisen nach Apulien vom 10.-19.05.2019 und vom 11.10.-20.10.2019.
„Eine Reise, die vom hohen Norden bis in den äußersten Süden der von Friedrich II. so geschätzten Region führt. Neben beeindruckenden mittelalterlichen Bauten und abwechslungsreicher Landschaft lernen wir ausführlich auch die beiden Haupterzeugnisse Apuliens kennen, Wein und Olivenöl. Besonders interessant ist die Reise in den Untergrund mit Besuch der Michaelsgrotte, den Sassi von Matera und der Tropfsteinhöhle von Castellana.“

Sri Lanka: Wonder of Asia

Sri Lanka: Wonder of Asia

Auszug aus dem Reisetagebuch von Heide Wulf
zur Gruppenreise der Ev. Erwachsenenbildung Hilden vom 14. – 24. Juli 2018

 

Sonntag, den 15. Juli 2018 Ankunft Sri Lanka                                  von Inge Buß/Heide Wulf

Wir kommen leicht übermüdet und etwas verspätet am Flughafen Dubai an und müssen uns beeilen, den Flug 348 nach Colombo zu bekommen. Eine Bodenstewardess flitzt mit uns durch die Hallen des großen Flughafens und bringt uns bis an die Sicherheitskontrolle.

Nach etwa vier Stunden Flug durchbricht unser Flieger die weiß-graue Wolkendecke, und wir werfen den ersten Blick auf Sri Lanka, das grüne Paradies: Größtenteils Wald, in der Hauptsache Palmen. Wie Flusstäler ziehen sich Bänder heller Ackerflächen hindurch.

Am Bandaranaike International Airport verläuft die Immigrationskontrolle ruhig und zügig. Unser Gepäck können wir schon nach kurzer Zeit in Empfang nehmen.

In der Ankunftshalle erwartet uns bereits Herr Upali, unser sehr freundlicher Reiseleiter. Er begrüßt uns auf singalesisch mit „Ayubowan“ – Lebe lange -. Dies sagt man auf Sri Lanka zu jeder Zeit und macht dabei die Geste der Begrüßung, das Namaskara Mudra. Herr Upali zeigt uns, wo wir Geld umwechseln und Simkarten kaufen können.

Unsere Koffer werden in einem komfortablen Reisebus verladen, und der Fahrer Herr Nuan und sein Assistent Herr Dilan werden uns vorgestellt.

Über die Autobahn erreichen wir mit unserem Bus die Stadtgrenze von Colombo.

Dann beginnt die Stadtrundfahrt durch die lebendige, von einer großen Vergangenheit geprägten Stadt. Weiterlesen

Armenien – Atemberaubende Natur trifft auf 3000 Jahre Kulturgeschichte Ein Bericht von Thilo Scheu

Klosterkirche am Sewan-See

Armenien – Atemberaubende Natur trifft auf 3000 Jahre Kulturgeschichte

Ein Bericht von Thilo Scheu

Armenien steht nicht gerade an vorderster Stelle der beliebtesten Reiseziele der Westeuropäer. Meist erntet man nur einen ungläubigen Gesichtsausdruck, wenn es heißt: Wir machen Urlaub in Armenien. Doch ist man erst einmal vor Ort und bereist das bergige Land im Kaukasus, erkennt man schnell, dass der erste christliche Staat der Welt und seine aufgeschlossenen Menschen auf jeden Fall eine Reise wert sind. Weiterlesen

Für uns Jerusalemer hat „Armenien“ einen vertrauten Klang

Kloster Khor Virap

Kloster Khor Virap

Vom 02. bis 11. April 2018  veranstaltete der Ehemaligen-e.V. der Jerusalemer eine Reise nach Armenien. Für uns Jerusalemer hat „Armenien“ einen vertrauten Klang: Denn unmittelbar neben der Jerusalemer Dormitio befindet sich das Armenische Patriarchat, zu dem von Seiten der Dormitio freundschaftliche Beziehungen bestehen und wo wir ein- und ausgingen.
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Auf den Spuren des heiligen Paulus in Griechenland

Auf den Spuren des hl. Paulus
Auf den Spuren des hl. Paulus

51 Pilgerinnen und Pilger in Griechenland: Auf den Spuren des hl. Paulus

„Damit hätte ich nicht gerechnet!“
Wann beginnt eine Reise? Wohl in dem Moment, in dem ich mich entschließe, sie zu machen.
Und wann endet eine Reise? Wohl nie! Denn nach der Rückkehr in die Heimat beginnt der lebenslange Prozess der dankbaren Erinnerung an unverwechselbare Lebensmomente, die einzigartig sind: Bilder, Begegnungen, inneres Berührt sein von Orten, Landschaften und Worten. Weiterlesen

„Groß und einzigartig“ – eine Reise ins Heilige Land

"Groß und einzigartig" - eine Reise ins Heilige Land
"Groß und einzigartig" - Erfahrungen im Heiligen Land mit Pilgerpastor Bernd Lohse

28 Pilgernde im Heiligen Land

Erstmalig hat das Pilgerzentrum im Norden St. Jacobi Hamburg eine Pilgerreise ins Heilige Land durchgeführt. Die täglichen Wanderungen in der Landschaft Galiläas und der Wüste Judäas bis nach Jerusalem folgten den Spuren Jesu. Unter der geistlichen Leitung von Bernd Lohse waren 28 Pilgernde für elf Tage im Heiligen Land unterwegs und die Erfahrungen, die sie machten, waren „groß und einzigartig“.

Von Nazareth ging die Gruppe, eingerahmt von Andachten und geistlichen Impulsen, Stillezeiten und Information zu den bemerkenswerten Orten, von Nazareth nach Zippori (Sephoris), Kana, Kibbuz Lavi, Taubental, Berg Arbel nach Kafar Nahum. Am See Genezareth hielt sich die Gruppe zwei Tage auf, bevor sie den Jordangraben entlang in die Wüste Juda reiste. Besuche an der Taufstelle Jesu, am Toten Meer und in En Gedi brachte die Pilgernden mit der Wachstums-und Werdelandschaft der Wüste in Kontakt. Über Wanderungen auf dem Zuckerweg und durch das Wadi Qelt gelangten die Pilger nach Jerusalem. Sie folgten auch dort den Wegstationen Jesu und erlebten die heilige Stadt durch ein Quartier mitten in der Altstadt intensiv, so auch die Grabeskirche am ganz frühen Morgen, in der sie fast allein waren.

Besonderen Eindruck machten die Besuche bei dem Projekt „Tent of nations / Dahers Weinberg“, das ein Symbol der Hoffnung und des Friedens in die Hochspannung des besetzten Westjordanlandes bringt („Wir weigern uns, Feinde zu sein“). Die letzte Etappe der Pilgerreise war der Besuch des Friedensdorfes „Wahat al Salam/ Neve Shalom“ zwischen Jerusalem und Tel Aviv. Hier leben Palästinenser und Israelis (Juden, Christen und Musilime) seit Ende der 1970er Jahre im Frieden gleichberechtigt und visionär zusammen. Von dieser „Oase des Friedens“ gehen Bildungsimpulse und starke spirituelle Signale aus: in dem pluralistic spiritiuel center wurden Formen des gemeinsamen Gebets (in der Stille) und des gemeinsamen Feierns aller religiösen Feste entwickelt.

Unser Gastautor ist Bernd Lohse, Hamburger Pilgerpastor

Bei Interesse ist Herr Lohse gerne bereit, über diese Reise und die beiden zuletzt besuchten Orte zu berichten.